In memoriam August Dickinger

 

 

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung sowie der Vereine Hausruckchor und Musikkapelle Ottnang-Manning, Feuerwehr Manning und Heimkehrer-Kameraden, wurde am 17.August 2015 August Dickinger, der am 12.August 2015 im 91 Lebensjahr verstorben ist, zu Grabe getragen.

Mit dem Lied „Stumm schläft der Sänger, dessen Ohr gelauschet hat an anderer Welten Tor“, hat der Hauruckchor das Requiem für August Dickinger eingeleitet. Über sechs Jahrzehnte hat er sein Ohr und seine Stimme, zur Freude des Chores und der Zuhörer eingesetzt.

"Wie herrlich sind die Abendstunden, wie wohl ist dem der sie empfunden", hat der Chor bei der Totenandacht gesungen. August Dickinger waren nach einem erfüllten Leben, schöne Abendstunden gegönnt. Er hat es sicherlich wohl empfunden, wie liebevoll seine Familie sich um ihn gesorgt hat.

„Lebendig war sein Leben, leise seine letzte Reise“ stand auf der Trauerparte. Treffender könnte man sein Leben nicht in wenigen Worten beschreiben, sagte Obmann Konsulent Heinz Schachreiter in seinem würdigen Nachruf.

Lebendig war auch seine Tätigkeit im Hausruckchor Ottnang-Manning, der früheren Sängerrunde Plötzenedt. Am 10.November 1947  (vor 68 Jahren) ist er 22-jährig dem Chor beigetreten. Sein Engagement im Chor sucht seinesgleichen. Nicht nur was den Probenbesuch anbelangt, sondern auch seine Mithilfe bei jedem  Konzert oder Chorfest. Seine Aktivität beim Kartenvorverkauf  war beispielgebend. Für seine Bemühungen um den Chor erhielt er zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. Neben den Verdienstzeichen in Gold, erhielt er 2007 vom Chorverband „ für 60 Jahre aktiver Sänger“ den Ehrenbrief. Schon im Jahr 2000 wurde er zum Hausruckchor-Ehrenmitglied ernannt.

Ein besonderes  Erlebnis für ihn - und auch für den Hausruckchor - war der von seiner Familie noch am 01.März dieses Jahres, anlässlich seines 90. Geburtsages, organisierte Dankgottesdienst in Maria Schmolln mit anschließender Geburtstagsfeier, wo ihm der Hausruckchor noch einige seiner Lieblingslieder singen durfte. (siehe Foto unten) Auch wenn ihm seine Altersschwäche schon sehr zu schaffen machte, so hatte man den Eindruck, dass er diese Feier und Zusammenkunft mit seinen Sangesbrüdern richtig genoss und ihm wirklich große Freude bereitete und wie er es in selbst formulierten Dankesworten auch noch zum Ausdruck brachte.

Alle die August Dickinger gekannt haben, werden ihn als humorvollen, lustigen Menschen und Freund, auf den man sich verlassen konnte, in Erinnerung behalten.

 

in memoriam

Marianne Geßwagner

 

Die Nachricht vom Ableben unserer lieben Wirtin und Fahnenpatin, Marianne Geßwagner, hat uns alle tief betroffen gemacht. Es ist einfach schwer zu fassen, dass sie uns ihre Gastfreundschaft nie mehr schenken kann und wir aus ihrer Hand kein Krügerl Bier und keine Speisen mehr in Empfang nehmen können.

Marianne war eine Wirtin mit Leib und Seele, die für viele Vereine immer ein offenes Ohr hatte.  Gesang und  Musik haben ihr immer große Freude bereitet. Egal ob bei Konzerten oder in der Gaststube. Besonders hat sie sich gefreut, wenn  sie bei Konzerten die traumhafte Stimme ihrer Tochter Marianne hören konnte. Ich glaube, dass die Mutter  vor diesen Auftritten  oft nervöser war als die Tochter.

Bei der letzten Vorstandssitzung haben wir beschlossen,  heuer unserer Fahnen-patin anlässlich ihres runden Geburtstages im Juli, einen Maibaum aufzustellen. Wir Sänger haben vereinbart, dies geheim zu halten, wir wollten sie damit überraschen. Nun hat sie uns mit ihrem plötzlichen Tod überrascht und  wir können ihr dies nicht mehr mitteilen und ihr damit Freude bereiten.

Sehr stolz war Marianne, wenn sie als Fahnenpatin mit uns bei diversen Anlässen neben der schönen Vereinsfahne marschieren konnte. Der letzte Ausgang mit unserer Vereinsfahne war das Begräbnis von Sangesbruder August Dickinger, wo sie es sich nicht nehmen hat lassen - während der Hausruckchor das Requiem gesungen hat -  die ganze Zeit mit der Fahne vorne in der Kirche neben dem Sarg zu stehen.

Nachdem wir bei Begräbnissen von Sangesbrüdern immer auch die Vereinsfahne zum letzten Geleit mitnehmen und für diese Anlässe uns immer ein Trauerband ausborgen mussten, hat sie uns im Vorjahr beauftragt, ein schönes Fahnenband mit der Aufschrift des Sängermottos „Für Treue Lieb und Lied -  Deine Sangesbrüder“ anzuschaffen. Bei der Weihnachtsfeier letzten Jahres wurde dieses von Hr. Pfarrer Mag. Enzenhofer gesegnet und  uns von ihr mit sichtlicher Freude, weil dieses Band so gelungen ist, überreicht.

Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass die erste Ausrückung mit diesem neuen Trauerband für unsere Spenderin und Fahnenpatin sein wird.

Liebe Marianne, der Hausruckchor Ottnang-Manning sagt dir ein letztes Mal „Vergelt`s Gott“ für alles, was du für unseren Chor und die Chorgemeinschaft getan hast. Du wirst uns sehr fehlen. Dein Pilgerweg ist zu Ende, S`is Feierabend, das Tagwerk ist vollbracht. Liebe Marianne, RUHE IN FRIEDEN!

In memoriam Johann Rager

Am Sonntag, dem 18.12.2018, hat ein Sängerherz aufgehört zu schlagen. Das Leben eines Sängers, der für den Hausruckchor gelebt hat, eines Sängers, dem unser Chor alles bedeutet hat, ging zu Ende.

Johann Rager, der über 50 Jahre mit vollem Einsatz dem Chor zur Verfügung stand, hat  Unglaubliches geleistet. Es gab bis zu seinem 80.Lebensjahr fast keinen Chorauftritt oder Konzertvorbereitung ohne seine Unterstützung. Beim Verkauf von Eintrittskarten zu den diversen Konzerten oder Adventsingen war er immer einer der Fleißigsten.

Für seine Bemühungen um den Chor erhielt er vom Chorverband zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. Vor sechs Jahren anlässlich „50 Jahre Sänger im Hausruckchor“ erhielt er die höchste vereinsinterne Auszeichnung und wurde zum „Ehrenmitglied“ ernannt. 

Wenn man sich vorstellt, dass Hans Rager schon im Jahr 1954 - also mit 22 Jahren - bei einem schweren Arbeitsunfall beide Beine abgetrennt wurden und er seither ständig mit zwei Prothesen unterwegs war und er trotzdem so gut wie keine Probe ausgelassen hat, dann weiß man, was ihm der Chor bedeutete. Obwohl das Gehen mit den Prothesen bei weitem nicht immer schmerzfrei möglich war, hat er sich´s nie nehmen lassen, auch die vielen Stufen in den Kirchenchor hinauf zu bewältigen, wenn es galt, ein Requiem für einen verstorbenen Sänger zu singen.

Nun lieber Hans, hast du die Stufen in die Ewigkeit bewältigt. Nun kannst du mit den Sangesbrüdern, die dir und uns vorausgegangen sind, den Himmelschor verstärken und mit deiner Stimme, mit deinem Humor und mit deinen vielen lustigen Gstanzln Freude bereiten, so wie du sie uns in all den Jahren nicht nur bei den diversen Anlässen, Proben und bei so mancher Nachprobe, sondern auch bei vielen Familienfeiern und Freundesrunden bereitet hast.

Mit dem Tod eines Menschen verliert man vieles – aber niemals die mit ihm verbrachte Zeit.

Lieber Hans, deine Tage und dein Lebenswerk sind zu Ende, du hast vielen Menschen Freude bereitet, wir danken dir für die Freundschaft und dein Engagement im Hausruckchor.

Der Chor, der dir in deinem Leben so viel bedeutet hat, hat sich zum letzten Lied hier in der Pfarrkirche aufgestellt, weil du bist jetzt furt aus deiner Kammer, lieber Hans pfiat die Gott und Vergelt´s Gott für alles!

 

(Nachruf von Obm. Kons. Heinz Schachreiter beim Trauergottesdienst am 24.11.2018 in der Pfarrkirche in Ottnang a. H.)

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